Menopause: Bei früher HRT ist Sterberate verringert
Daten von Frauen aus 27 Studien analysiert
NEU-ISENBURG (ikr). Bei Frauen, die gleich zu Beginn des Klimakteriums eine Hormontherapie erhalten, ist die Sterberate einer aktuellen Metaanalyse zufolge um 20 bis 30 Prozent geringer als bei Frauen ohne eine solche Behandlung.
Eine Arbeitsgruppe um Dr. Shelley Salpeter aus San Jose in Kalifornien/USA hat die Daten von 19 randomisierten, kontrollierten Studien und acht prospektiven Kohortenstudien analysiert (The American Journal of Medicine 122, 2009, 1016). In den Kohortenstudien wurden mehr als 200 000 Frauen im Schnitt 14 Jahre lang beobachtet. In den randomisierten Studien wurden 16 000 Frauen in einem durchschnittlichen Alter von 55 Jahren etwa fünf Jahre lang nachbeobachtet. Gut zwei Drittel der Daten aus den randomisierten Studien stammten von Frauen aus der WHI-Studie. Die Behandlungen dauerten mindestens sechs Monate. Die Frauen erhielten verschiedene Hormonpräparate, darunter konjugierte equine Östrogene. Es wurde oral oder transdermal und entweder nur mit einem Östrogen oder kombiniert mit einem Gestagen behandelt.
Ergebnis: In den randomisierten Studien starben 156 (1,8 Prozent) der insgesamt 8689 Frauen mit Hormontherapie (HRT) sowie 211 (2,6 Prozent) von den 7594 Frauen in den Kontrollgruppen. Die relative Risikoreduktion zugunsten der HRT betrug 27 Prozent. Aus den acht Beobachtungsstudien ergab sich eine relative Reduktion der Sterberate um 22 Prozent mit HRT. Wurden die Ergebnisse aller Studien, die in die Metaanalyse einbezogen waren, berücksichtigt, betrug die relative Reduktion der Sterberate mit der HRT 28 Prozent.

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