HRT: Kein erhöhtes VTE-Risiko unter transdermalem Östrogen oder Tibolon

Bei der Mehrzahl der Studien, nach denen die Hormonersatztherapie (HRT) mit einem erhöhten Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) einhergeht, wurde orales Östrogen allein oder in Kombination mit einem Gestagen untersucht. Daher gingen britische Wissenschaftler der Frage nach, wie sich die transdermale Applikation des Östrogens oder die Gabe von Tibolon auf das VTE-Risiko auswirkt.weiter


EPIC: Brustkrebsrisiko und kombinierte HRT

Die Art einer kombinierten Hormonersatztherapie (HRT) aus Östrogen und Gestagen scheint einen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko zu haben. Europäische Wissenschaftler analysierten daher erstmals die Daten der EPIC-Kohorte (European Prospective Investigation into Cancer and nutrition) dahingehend, welche HRT mit welchem Brustkrebsrisiko einhergeht.weiter


WHI: Kombinierte HRT und KHK-Risiko

Die Hormonersatztherapie (HRT) aus Östrogen und Gestagen kann bei postmenopausalen Frauen mit einem erhöhten Risiko für koronare Herzkrankheit (KHK) einhergehen, doch dieser Risikoanstieg ist womöglich auf die ersten Jahre und Frauen mit spätem Beginn der Therapie nach der Menopause beschränkt. Daher werteten Forscher die Daten der WHI-Studie (Women’s Health Initiative) daraufhin aus, welchen Einfluss die kontinuierliche kombinierte HRT auf das KHK-Risiko im zeitlichen Verlauf hat, und berücksichtigten hierbei den Abstand von Menopause und HRT-Beginn.weiter


Hormonersatztherapie und Risiko für Endometriumkarzinom

Nach den Ergebnissen mehrerer Studien stellen unter anderen die Östrogenmonotherapie und eine nicht adäquate Gestagengabe in Kombination mit Östrogen Risikofaktoren für das Endometriumkarzinom dar. In den Untersuchungen wurde das Gestagen als Teil einer Hormonersatztherapie (HRT) in der Regel oral appliziert, so dass die Rolle von transdermal verabreichten Gestagenen unklar bleibt. weiter


2010: Positionspapier der North American Menopause Society zur HRT

Die nordamerikanische Menopausen-Gesellschaft (NAMS) überarbeitete ihr zuletzt 2008 veröffentlichtes Positionspapier, um aktuelle Erkenntnisse in ihre Empfehlungen einfließen zu lassen.weiter


E3N: HRT und Thromboembolierisiko

Die Hormonersatztherapie (HRT) bleibt für viele Frauen eine wichtige Therapieoption, um menopausale Beschwerden zu lindern. Allerdings sind in der Therapieabwägung Gesundheitsrisiken zu beachten. Ein wesentliches, früh in der Behandlung auftretendes Gesundheitsrisiko sind venöse Thromboembolien (VTE). Die Anwendung transdermaler Östrogene könnte bezüglich VTE sicher sein - im Gegensatz zur oralen Zufuhr von Östrogenen. Die derzeitige Datenlage ist jedoch begrenzt. weiter


HRT und Gesamtmortalität jüngerer postmenopausaler Frauen

Seit Publikation der Women’s Health Initiative (WHI) im Jahr 2002 werden Nutzen und Risiken der Hormonersatztherapie (HRT) kontrovers diskutiert. Offenbar bietet die HRT jedoch insbesondere jüngeren Frauen Vorteile: So zeigten Metaanalysen, die nach der WHI erschienen sind, dass bei ihnen die Mortalität bzw. die Häufigkeit von koronaren Herzerkrankungen sinken kann. Auch spätere, altersspezifische Analysen der WHI bestätigten eine reduzierte Mortalität bei jüngeren Frauen. weiter


WHI: HRT und Lungenkrebsrisiko

Nach Abbruch der Therapiephase der WHI mit einer mittleren Studiendauer von 5,6 Jahren folgte ein Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 2,4 Jahren, in dem die Teilnehmerinnen keine Therapie mehr erhielten. In dieser Zeit waren bei den Frauen, die eine kombinierte Hormonersatztherapie (HRT) angewendet hatten, gegenüber der ehemaligen Placebogruppe mehr Todesfälle festzustellen. weiter


E3N: HRT-Beginn und Brustkrebsrisiko

Neuere Studienresultate legen nahe, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Hormonersatztherapie (HRT) vom Zeitpunkt des Beginns abhängen könnte und beispielsweise ein früher Beginn der HRT nach der Menopause mit einem geringeren kardiovaskulären Risiko einhergeht. Doch wie wirkt sich der Zeitpunkt des HRT-Beginns auf das Brustkrebsrisiko aus? Nach den WHI-Autoren untersuchten französische Forscher diese Fragestellung anhand der Daten der E3N-Kohorte.weiter


E3N: HRT und Diabetes-Risiko

Frühere Studien, insbesondere Sekundäranalysen der randomisierten placebokontrollierten WHI- Studie, weisen darauf hin, dass bei Frauen mit menopausaler Hormonersatztherapie (HRT) ein Diabetes mellitus Typ 2 seltener vorkommt als bei Frauen ohne HRT. Meistens wurde in diesen Studien jedoch die Wirkung von oralen konjugierten equinen Östrogenen - entweder allein oder in Kombination mit Medroxyprogesteronacetat bzw. 19-Nortestosteron-Derivaten - überprüft.weiter


MARIE: Brustkrebsrisiko von HRT-Regime abhängig

Die Hormonersatztherapie (HRT) erhöht das Risiko für die Entstehung eines Mammakarzinoms. Dabei ruft die kombinierte Östrogen-Gestagen-Therapie ein höheres Risiko hervor als die Östrogen-Monotherapie. Über den Einfluss des Gestagens sowie der Dauer und des Zeitpunkts der HRT ist jedoch wenig bekannt. Daher untersuchte eine deutsche Arbeitsgruppe in der MARIE (mammary carcinoma risk factor investigation)-Studie den Effekt von Art, Regime, Zeitpunkt und Gestagen-Komponente der HRT auf das postmenopausale Brustkrebsrisiko auch in Abhängigkeit vom histologischen Typ.weiter


Post-WHI-Zeitalter: Was denken Ärzte und Anwenderinnen über die HRT?

Der Kombi-Arm der Women’s Health Initiative (WHI) wurde nicht zuletzt aufgrund eines erhöhten Brustkrebsrisikos unter den Anwenderinnen einer Hormonersatztherapie (HRT) mit konjugierten Stutenestrogenen und dem Gestagen MPA vorzeitig abgebrochen. Das öffentliche Interesse an den Ergebnissen war groß und der Einsatz der HRT ging deutlich zurück. US-amerikanische Forscher untersuchten daher die Einstellungen von Ärzten und Frauen zur Assoziation von HRT und Brustkrebsrisiko, um einen besseren Einblick in die offenen Fragen zu erhalten, die die WHI aufgeworfen hat.weiter


Geringeres Risiko für kolorektales Karzinom unter HRT

Verschiedene Studien belegen, dass die kombinierte Hormonersatztherapie (HRT) das Risiko von postmenopausalen Frauen, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken, reduzieren kann. Doch bislang ist wenig darüber bekannt, welche Auswirkungen beispielsweise der Applikationsweg oder die Art der Therapie haben. Daher untersuchten dies Wissenschaftler aus Heidelberg und Mainz.weiter


Wie lange halten vasomotorische Symptome an?

Während der Menopause leiden viele Frauen erheblich unter vasomotorischen Symptomen wie Hitzewallungen. Die effektivste Therapie ist die Hormonersatztherapie (HRT), deren Nutzen-Risiko-Verhältnis jedoch vom Anwendungsbeginn und der Anwendungsdauer abhängt. Daher hätte die mögliche Dauer der Symptome, über die bislang wenig bekannt ist, vermutlich einen Einfluss auf die Therapieentscheidung. Aus diesem Grund überprüften australische Wissenschaftler anhand des Melbourne Women’s Midlife Health Project (MWMHP), in dem Frauen bis zu 13 Jahre beobachtet wurden, wie lange die Hitzewallungen bestehen bleiben.weiter


READ-Studie (Radiological Evaluation and Breast Density): HRT-Pause vor Mammographie?

Die Hormonersatztherapie (HRT) kann die Brustdichte erhöhen, was als möglicher Grund für vermehrte abnorme Mammographiebefunde bei entsprechend behandelten Frauen angesehen wird. Deshalb empfehlen einige Mediziner, die HRT vor einer Mammographieuntersuchung kurzzeitig zu unterbrechen. Allerdings gibt es bislang keine gesicherten Kenntnisse darüber, inwieweit ein solches Vorgehen sinnvoll ist. US-amerikanische Forscher überprüften daher in einer großen randomisierten Studie, ob das Absetzen der HRT ein oder zwei Monate vor der Mammographie die Rate der Nachfolgeuntersuchungen aufgrund von suspekten Befunden reduziert.weiter


POF: Kardiovaskuläres Risiko bei transdermaler und oraler HRT

Frauen mit vorzeitiger oder prämaturer Ovarialinsuffizienz (POF) erhalten bis zum Alter der normalen Menopause Geschlechtshormone. Standardmäßig werden kombinierte orale Kontrazeptiva oder Hormonersatztherapien (HRT) eingesetzt. Beide Therapieformen sind mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko in Verbindung gebracht worden. Britische Forscher vermuten, dass ein physiologischer transdermaler Hormonersatz zu einem niedrigeren Blutdruck und einer geringeren Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) führt als orale synthetische Hormone, und überprüften dies.weiter


LIBERATE: Rezidivrisiko bei Brustkrebs-Patientinnen unter Tibolon

Frauen mit Mammakarzinom erhalten nach dem operativen Eingriff oft eine adjuvante Therapie. Dadurch bedingt treten nicht selten vasomotorische Symptome oder ein Verlust der Knochenmasse auf. Das Medikament Tibolon kann beiden Nebenwirkungen entgegensteuern. Doch sind die Auswirkungen des Medikaments auf die Rezidivgefahr nicht bekannt. Die LIBERATE-Studie sollte daher zeigen, dass Tibolon bezüglich des Rezidivrisikos Placebo nicht unterlegen ist.weiter


Aktuelle Million-Women-Auswertung:

Gallenblasenerkrankungen bei transdermaler vs. oraler HRT

Die Hormonersatztherapie (HRT) erhöht bei postmenopausalen Frauen das Risiko für Gallenblasenerkrankungen. Ziel der vorliegenden Studie war es, herauszufinden, ob dieses Risiko von der Applikationsmethode, z.B. transdermal vs. oral, und der Art der HRT abhängt.weiter


WHI-Auswertung zu Gallenblasenerkrankungen

Beobachtungsstudien zufolge erhöht die Östrogentherapie das Risiko für Gallenblasenerkrankungen um das bis zu 2,5-Fache. Doch fehlen bislang Ergebnisse randomisierter Studien. Anhand der WHI-Daten wurde daher der Effekt einer Östrogentherapie auf die Entstehung von Gallenblasenerkrankungen bei gesunden postmenopausalen Frauen untersucht.weiter


E3N-Kohorte: Körperliche Aktivität und Brustkrebsrisiko

Körperliche Aktivität kann das Brustkrebsrisiko reduzieren. Aber noch ist nicht klar, welche Art der körperlichen Aktivität gewählt und wie lange, wie häufig und in welcher Intensität sie ausgeführt werden sollte, um das Risiko zu senken. Außerdem ist über die Auswirkungen in einzelnen Subgruppen nur wenig bekannt. Daher wurde dies in der E3N-Kohortenstudie analysiert.weiter


Körperliche Aktivität und Brustkrebsrisiko – ein Review

Wie körperliche Aktivität das Brustkrebsrisiko beeinflusst, ist in zahlreichen Studien untersucht worden. Die Autoren des vorliegenden Reviews analysierten daher basierend auf den Ergebnissen verschiedener Studien die Auswirkungen der Aktivität auf das Risiko, abhängig von Intensität, Art und Zeitpunkt der Bewegung sowie innerhalb von bestimmten Personengruppen.weiter


LIFT: Langzeiteffekte von Tibolon u.a. auf Frakturen und Schlaganfälle

Tibolon hat östrogene, progestagene sowie androgene Effekte und kann Osteoporose entgegenwirken, doch seine Effekte auf Frakturen, Brustkrebs und kardiovaskuläre Erkrankungen war bislang unklar. In der LIFT-Studie wurde daher untersucht, ob Tibolon bei älteren Frauen primär die vertebrale Frakturrate senkt und sekundär das Risiko für nicht-vertebrale Knochenbrüche sowie Brustkrebs, venöse Thrombembolien (VTE) und kardiovaskuläre Erkrankungen beeinflusst.weiter


Hormonersatztherapie bei metabolischem Syndrom

Übergewicht und das assoziierte metabolische Syndrom stellen weltweit ein zunehmendes Problem dar. Die Prävalenz des metabolischen Syndroms in den USA beträgt bei Frauen insgesamt 22,6% und steigt bei postmenopausalen Frauen auf 40-50%.weiter


Neue WHI-Daten: Brustkrebsrisiko nach Ende der Hormonersatztherapie

Nach Publikation der WHI-Studie 2002 ist die Anwendung der Hormonersatztherapie (HRT) in den USA und anderen Ländern deutlich zurückgegangen. Da teilweise parallel die Inzidenz an Brustkrebs abnahm, wird ein ursächlicher Zusammenhang vermutet. Dieser ist jedoch umstritten. Daher analysierten Autoren aus den USA die Daten von zwei Studien der WHI-Gruppe hierauf erneut.weiter


E3N: Einfluss von Progestagen auf Brustkrebsrisiko im Zusammenhang mit Hormonersatztherapie

Die meisten Studien zu Nutzen und Risiken einer Hormonersatztherapie (HRT) sind bislang mit Östrogen in Kombination mit Medroxyprogesteronacetat oder 19-Nortestosteronderivaten durchgeführt worden. Da andere Kombinationen mit anderen Risiken einhergehen könnten, wurde in der E3N-Kohorte (Étude Épidémiologique de femmes de la Mutuelle Générale de L’Éducation Nationale) die Assoziation von verschiedenen HRTs und dem Brustkrebsrisiko untersucht.weiter


ESTHER: Einfluss von Applikationsroute und Progestagen auf Risiko für Thromboembolien im Zusammenhang mit Hormonersatztherapie

Studien wie die WHI-Studie (Women’s Health Initiative) hatten Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) gefunden, doch in den meisten war orales Östrogen allein oder in Kombination mit einem spezifischen Pregnan-Derivat (Medroxyprogesteronacetat) zum Einsatz gekommen. Da diese Ergebnisse nicht unbedingt auch für andere Applikationsformen und Regime gelten müssen, wurde in der ESTHER Studie (Estrogen and Thromboembolism Risk) untersucht, ob die Applikationsroute des Östrogens und das Progestagen einen Einfluss auf das VTE-Risiko von postmenopausalen Frauen unter Hormonersatztherapie (HRT) haben.weiter


Million Women: Hormonersatztherapie und Brustkrebs

Nach Hinweisen auf ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko unter einer aktuellen Hormonersatztherapie (HRT) wurde in der Million Women Studie untersucht, ob es Unterschiede zwischen unterschiedlichen Therapieregimen bezüglich des Risikos für Mammakarzinom und tödliches Mammakarzinom gibt.weiter


DaHoRS: Einfluss von Regime und Applikationsroute auf kardiovaskuläres Risiko im Zusammenhang mit Hormonersatztherapie

Die WHI-Studie (Women’s Health Initiative) war aufgrund vorheriger Hinweise aus Beobachtungsstudien auf primärpräventive Effekte einer Hormonersatztherapie (HRT) bei postmenopausalen Frauen bezüglich des kardiovaskulären Risikos initiiert worden, hatte diese aber nicht bestätigen können. Daher wurde in der DaHoRS-Studie (Danish Sex Hormone Register Study) der Einfluss von Alter, Dauer einer HRT, verschiedenen HRT-Regimen und -Applikationsrouten sowie Östrogen-Dosierung auf das Risiko für Herzinfarkt untersucht.weiter


WHI: Nutzen und Risiken von Östrogen und Progestagen bei gesunden postmenopausalen Frauen

In der Women’s Health Initiative (WHI) wurden in mehreren Studien bei insgesamt 161.809 gesunden postmenopausalen Frauen Nutzen und Risiken von Strategien überprüft, die potentiell die Inzidenz von Herzerkrankungen, Frakturen und Brust- sowie Darmkrebs reduzieren können. Eine dieser Strategien zur Senkung des Risikos für Herzerkrankungen war die Hormonersatztherapie.weiter


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