Die Art einer kombinierten Hormonersatztherapie (HRT) aus Östrogen und Gestagen scheint einen Einfluss auf das Brustkrebsrisiko zu haben. Europäische Wissenschaftler analysierten daher erstmals die Daten der EPIC-Kohorte (European Prospective Investigation into Cancer and nutrition) dahingehend, welche HRT mit welchem Brustkrebsrisiko einhergeht.weiter
Hormonersatztherapie und Risiko für Endometriumkarzinom
Nach den Ergebnissen mehrerer Studien stellen unter anderen die Östrogenmonotherapie und eine nicht adäquate Gestagengabe in Kombination mit Östrogen Risikofaktoren für das Endometriumkarzinom dar. In den Untersuchungen wurde das Gestagen als Teil einer Hormonersatztherapie (HRT) in der Regel oral appliziert, so dass die Rolle von transdermal verabreichten Gestagenen unklar bleibt. weiter
2010: Positionspapier der North American Menopause Society zur HRT
Die nordamerikanische Menopausen-Gesellschaft (NAMS) überarbeitete ihr zuletzt 2008 veröffentlichtes Positionspapier, um aktuelle Erkenntnisse in ihre Empfehlungen einfließen zu lassen.weiter
HRT und Gesamtmortalität jüngerer postmenopausaler Frauen
Seit Publikation der Women’s Health Initiative (WHI) im Jahr 2002 werden Nutzen und Risiken der Hormonersatztherapie (HRT) kontrovers diskutiert. Offenbar bietet die HRT jedoch insbesondere jüngeren Frauen Vorteile: So zeigten Metaanalysen, die nach der WHI erschienen sind, dass bei ihnen die Mortalität bzw. die Häufigkeit von koronaren Herzerkrankungen sinken kann. Auch spätere, altersspezifische Analysen der WHI bestätigten eine reduzierte Mortalität bei jüngeren Frauen. weiter
WHI: HRT und Lungenkrebsrisiko
Nach Abbruch der Therapiephase der WHI mit einer mittleren Studiendauer von 5,6 Jahren folgte ein Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 2,4 Jahren, in dem die Teilnehmerinnen keine Therapie mehr erhielten. In dieser Zeit waren bei den Frauen, die eine kombinierte Hormonersatztherapie (HRT) angewendet hatten, gegenüber der ehemaligen Placebogruppe mehr Todesfälle festzustellen. weiter
E3N: HRT-Beginn und Brustkrebsrisiko
Neuere Studienresultate legen nahe, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Hormonersatztherapie (HRT) vom Zeitpunkt des Beginns abhängen könnte und beispielsweise ein früher Beginn der HRT nach der Menopause mit einem geringeren kardiovaskulären Risiko einhergeht. Doch wie wirkt sich der Zeitpunkt des HRT-Beginns auf das Brustkrebsrisiko aus? Nach den WHI-Autoren untersuchten französische Forscher diese Fragestellung anhand der Daten der E3N-Kohorte.weiter
MARIE: Brustkrebsrisiko von HRT-Regime abhängig
Die Hormonersatztherapie (HRT) erhöht das Risiko für die Entstehung eines Mammakarzinoms. Dabei ruft die kombinierte Östrogen-Gestagen-Therapie ein höheres Risiko hervor als die Östrogen-Monotherapie. Über den Einfluss des Gestagens sowie der Dauer und des Zeitpunkts der HRT ist jedoch wenig bekannt. Daher untersuchte eine deutsche Arbeitsgruppe in der MARIE (mammary carcinoma risk factor investigation)-Studie den Effekt von Art, Regime, Zeitpunkt und Gestagen-Komponente der HRT auf das postmenopausale Brustkrebsrisiko auch in Abhängigkeit vom histologischen Typ.weiter
Post-WHI-Zeitalter: Was denken Ärzte und Anwenderinnen über die HRT?
Der Kombi-Arm der Women’s Health Initiative (WHI) wurde nicht zuletzt aufgrund eines erhöhten Brustkrebsrisikos unter den Anwenderinnen einer Hormonersatztherapie (HRT) mit konjugierten Stutenestrogenen und dem Gestagen MPA vorzeitig abgebrochen. Das öffentliche Interesse an den Ergebnissen war groß und der Einsatz der HRT ging deutlich zurück. US-amerikanische Forscher untersuchten daher die Einstellungen von Ärzten und Frauen zur Assoziation von HRT und Brustkrebsrisiko, um einen besseren Einblick in die offenen Fragen zu erhalten, die die WHI aufgeworfen hat.weiter
Geringeres Risiko für kolorektales Karzinom unter HRT
Verschiedene Studien belegen, dass die kombinierte Hormonersatztherapie (HRT) das Risiko von postmenopausalen Frauen, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken, reduzieren kann. Doch bislang ist wenig darüber bekannt, welche Auswirkungen beispielsweise der Applikationsweg oder die Art der Therapie haben. Daher untersuchten dies Wissenschaftler aus Heidelberg und Mainz.weiter
LIBERATE: Rezidivrisiko bei Brustkrebs-Patientinnen unter Tibolon
Frauen mit Mammakarzinom erhalten nach dem operativen Eingriff oft eine adjuvante Therapie. Dadurch bedingt treten nicht selten vasomotorische Symptome oder ein Verlust der Knochenmasse auf. Das Medikament Tibolon kann beiden Nebenwirkungen entgegensteuern. Doch sind die Auswirkungen des Medikaments auf die Rezidivgefahr nicht bekannt. Die LIBERATE-Studie sollte daher zeigen, dass Tibolon bezüglich des Rezidivrisikos Placebo nicht unterlegen ist.weiter
Neue WHI-Daten: Brustkrebsrisiko nach Ende der Hormonersatztherapie
Nach Publikation der WHI-Studie 2002 ist die Anwendung der Hormonersatztherapie (HRT) in den USA und anderen Ländern deutlich zurückgegangen. Da teilweise parallel die Inzidenz an Brustkrebs abnahm, wird ein ursächlicher Zusammenhang vermutet. Dieser ist jedoch umstritten. Daher analysierten Autoren aus den USA die Daten von zwei Studien der WHI-Gruppe hierauf erneut.weiter
E3N: Einfluss von Progestagen auf Brustkrebsrisiko im Zusammenhang mit Hormonersatztherapie
Die meisten Studien zu Nutzen und Risiken einer Hormonersatztherapie (HRT) sind bislang mit Östrogen in Kombination mit Medroxyprogesteronacetat oder 19-Nortestosteronderivaten durchgeführt worden. Da andere Kombinationen mit anderen Risiken einhergehen könnten, wurde in der E3N-Kohorte (Étude Épidémiologique de femmes de la Mutuelle Générale de L’Éducation Nationale) die Assoziation von verschiedenen HRTs und dem Brustkrebsrisiko untersucht.weiter
Million Women: Hormonersatztherapie und Brustkrebs
Nach Hinweisen auf ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko unter einer aktuellen Hormonersatztherapie (HRT) wurde in der Million Women Studie untersucht, ob es Unterschiede zwischen unterschiedlichen Therapieregimen bezüglich des Risikos für Mammakarzinom und tödliches Mammakarzinom gibt.weiter
WHI: Nutzen und Risiken von Östrogen und Progestagen bei gesunden postmenopausalen Frauen
In der Women’s Health Initiative (WHI) wurden in mehreren Studien bei insgesamt 161.809 gesunden postmenopausalen Frauen Nutzen und Risiken von Strategien überprüft, die potentiell die Inzidenz von Herzerkrankungen, Frakturen und Brust- sowie Darmkrebs reduzieren können. Eine dieser Strategien zur Senkung des Risikos für Herzerkrankungen war die Hormonersatztherapie.weiter